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Zurück

Hallo!
Ich bin zurück!

Mh, zu Heine sag ich… Zauberkräfte vielleicht jetzt nicht ganz, eher so ein Schwebegefühl. Alles ist noch nicht ganz real, aber das kommt noch, denk ich.
Falls ich irgendwann die Kraft für ein Fazit hab’, stell ich das rein, bisher hab’ ich noch nicht genug Distanz dafür. Die Frage “Wie war’s in Peru?” könnt ich euch also noch gar nicht beantworten…

Bis bald im echten Leben?!
Joachim

Und als ich an die Grenze kam,
Da fühlt ich ein stärkeres Klopfen
In meiner Brust, ich glaube sogar
Die Augen begunnen zu tropfen.

Und als ich die deutsche Sprache vernahm,
Da ward mir seltsam zu Muthe;
Ich meinte nicht anders, als ob das Herz
Recht angenehm verblute.

Seit ich auf deutsche Erde trat
Durchströmen mich Zaubersäfte –
Der Riese hat wieder die Mutter berührt,
Und es wuchsen ihm neu die Kräfte.

Bin ja gespannt, wie’s mir ergehen wird :)

In einer Stunde geht’s von hier weg!

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Schocker-Angebot

Ich hab’ mich schlau gemacht und Infarkt-Kombo heißt in dem Fall sowas wie Super-Angebot.

Man fällt also in Ohnmacht, weil’s so günstig ist. Ich find’s trotzdem nicht gut gewählt…

Infarkt-Kombo?

Helft mir! Ich versteh’ diesen peruanischen Humor nicht…

Ich bin heute Abend an einem Supermarkt in Lima vorbeigekommen, die das hier anbieten:

Der Witz (zumindest find’ ich’s witzig) dabei ist, dass das Angebot als Infarkt-Kombo angepriesen wird, Infarto hat laut Leo keine andere Bedeutung.

Für den möglichst tödlichen Herzschlag gibt’s hier also Chips, Cola und Rum.

Aber vielleicht laufe ich hier ganz in die falsche Richtung?

Wenn ihr’s mir erklären könnt, bin ich dafür offen.
Und das Plakat hing wirklich neben vielen anderen an einem Supermarkt und ich hab’ da nicht irgendeinen Hinweis weggeschnitten, dass hier vielleicht das Gesundheitsministerium warnt oder so…

Ah, ich hab’ mehrere Fotos gemacht und hab’ auf einem unschärferen das Textfeld oben rechts noch lesen können und da steht: “Mi papá y yo”, also mein Papa und ich. Das Ding ist also ein Spezialangebot zum Vatertag und soll vielleicht die ansprechen, die sich nicht ganz so optimal mit ihrem Vater verstehen? Hihi, nein, ich weiß wirklich nicht, was das soll…

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Aufwecktechnik

Was gibt es schöneres, als von einem Erdbeben morgens in aller Frühe aus dem Bett geschüttelt zu werden?

Richtig, fast gar nichts. Deshalb’ liebe ich das auch so. :-/

Grad eben, bzw. um 08:06 Uhr und 29 Sekunden durfte ich mal wieder. Das Erdbeben hatte zwar nur 4,7 auf der Richter-Skala, aber da wir mal wieder fast genau auf dem Epizentrum saßen, war’s heftig genug.

Egal, wär ich nicht geweckt worden, hätt’ ich wahrscheinlich diesen Ausblick hier verpasst:

So, ich schlaf ne Runde weiter, ich hab’ heut morgen bis halb vier an meinem Motivationsschreiben gesessen.

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fordernd…

Ächz… Also Beethovens 5. war schon recht kniffelig zu spielen, aber jetzt wird da einfach nochmal ordentlich was drauf gesetzt… Wir haben grade angefangen mit der “Festival Overture” von Schostakowitsch.
Eigentlich ist’s ein tolles Stück für die Flöte, weil sie relativ oft einigermaßen exponierte Stellen hat. Wirklich toll wär’s dann, wenn’s ungefähr halb so schnell wäre. Also ich kann den Noten so schnell nicht mehr folgen. Ich bin also dabei, die heftigsten Teile auswendig zu lernen. Muss sein, ich spiel’ alleine erste Flöte, die, die’s sonst macht, spielt Piccolo…
Außerdem gurkt das Stück noch ständig in Höhen rum, von denen ich schon längst wieder die Griffe verlernt hab’, weil man sie nie braucht. Zur Veranschaulichung hier mal der höchste Ton (c””):

Genug gejammert, ihr könnt euch mal selber ein Urteil bilden:

Das hier für’s Instant-Hören:

Wenn ihr aber eine gescheite Soundqualität wollt, dann empfehle ich euch den Clip:

http://de.youtube.com/watch?v=U7o_3aBIeyU

Der, der den Clip reingestellt hat, lässt nicht zu, dass ich das Video direkt in den Blog einbette, deshalb eben nur per Link.

Das erste Flötensolo fängt bei beiden Clips ungefähr bei 1:09 an.

Also, ich muss weiter üben :)

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Konzert

Ich will mich nicht groß ausbreiten, sondern hauptsächlich ein paar Bilder reinstellen, die ich vor dem Konzert des Nationalorchesters gemacht hab.

EIGENTLICH ein gutes Bild. Nur Jakob hat’s nicht geschafft, für die Langzeitbelichtung mal zwei Sekunden still zu stehn. Rechts steht Gabriel.

Größer bekommt ihr die Bilder, wenn ihr drauf klickt.

Gespielt haben wir übrigens Beethovens 5. und ein Trompetenkonzert von Alexander Arutiunian und das in einer sehr gediegenen Kirche im Zentrum von Lima. Sie scheint Teil eines sehr reichen Klosters gewesen zu sein (auf dem mittleren Bild ist der Kreuzgang zu sehn). Es gab einen Raum der fast total vergoldet und über und über mit wertvollen Gemälden ausstaffiert war. Leider konnte ich kein Foto machen, weil immer ein Aufpasser da war, der nicht damit einverstanden war.

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High-Tech

Ich bin gestern auf das Plugin PicLens für den Firefox gestoßen und bin so hin und weg, das ich meinen Blog sofort PicLens-fähig gemacht hab’.

Wer Lust auf ein ziemlich anderes Surferlebnis hat und einen nicht ganz steinalten Rechner sein Eigen nennt, kann sich das Plugin hier holen.

Es funktioniert noch nicht auf sehr vielen Internetseiten, aber zumindest auf Youtube, Flickr und der Google Bildersuche, und natürlich auf meinem Blog, um mal nur die wichtigsten Sites zu nennen :).

Außerdem wollte ich auf die Möglichkeit hinweisen, einen RSS-Feed zu abonnieren: Einfach oben bei Feed on auf “Posts” gehen und dann zum Beispiel Thunderbird oder Firefox (der Eintrag “Dynamisches Lesezeichen”) als RSS-Reader auswählen. Euer RSS-Reader fragt dann regelmäßig meinen Blog, ob’s einen neuen Eintrag gibt und wenn das der Fall ist, landet entweder eine Notiz bei euch im Thunderbird oder im dynamischen Lesezeichen von Firefox gibt’s einen neuen Eintrag mit dem aktuellsten Post. Dann braucht ihr euch keinen Stress machen und regelmäßig enttäuscht werden, dass ich wieder nichts geschrieben habe, aber wenn ich was schreib’ dann wisst ihr’s sofort.

Viele Grüße,

euer Joachim

Orchesterfahrt

Während auf jeden Fall Merkel im Museo de la Nación vergammelte, flohen wir, das Jugendnationalorchester (das jetzt offiziell Orquesta Sinfónica Juveníl del Ministerio de Educación heißt) in einen Außenbezirk Limas in ein “Centro Vaccacional” also ein Freizeitzentrum, das ebenfalls dem MinEdu gehört. (Dass es staatliche Freizeiteinrichtungen gibt, erinnert mich ein bisschen an KdF und DDR, aber gut…)

Die ganze Fahrt dauerte nur vom Freitagmorgen bis Samstagabend, wir veranstalteten ein Volleyball-, ein Fußball- und ein Tischtennisturnier und da es ansonsten ein bisschen an preisgünstigen Vergnügungen mangelte, ließen Jakob und ich unseren Spieltrieb ein wenig an den Spielgeräten aus… Tolle Sache.

Auch insofern, als dass wir ein bisschen mehr ins Orchester hineingewachsen sind, durch die Aktion… Sowas hätte es öfter geben sollen…

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Wenn ihr in den letzten Tagen mal Zeitung gelesen oder die Tagesschau gesehen habt, so werdet ihr vielleicht etwas von Merkels Lateinamerikareise und vor allem dem EU-Lateinamerika-Gipfel in Lima gehört haben.

Zwar hatten wir hier schon einiges von dem Gipfel gehört, konkrete Auswirkungen hatte er aber erst kurz vor den letzten Ferien - eigentlich…

Es war ein schöner Montag, der letzte Montag vor den Herbstferien (ihr wisst ja, Herbst ist hier während in Deutschland Frühjahr ist). Im gemeinsamen Wochenbeginn aller Klassen wurden alle Schüler nochmal dazu aufgerufen, auch in der letzten Woche nochmal ein bisschen zu zeigen, was in ihnen steckt. Die Schüler scherten sich nicht besonders um solche Appelle, die kannten sie schon zu Genüge, sie freuten sich, wer sollte es ihnen verübeln, auf die Ferien.

Doch es gab keine Ferien.

In einer, zumindest nach deutschen Maßstäben unglaublich spontanen Aktion, hatte das peruanische Bildungsministerium die Ferien einfach um zwei Wochen verlegt. Der Grund: Da der Gipfel der Staats- und Regierungschefs im “Museo de la Nación” am Javier Prado stattfindet, musste aus Sicherheitsgründen selbiger für einige Tage gesperrt werden, der Javier Prado ist zufällig eine der Hauptverkehrsachsen Limas. Und als ob das nicht lang genug bekannt gewesen wäre, kommt irgendwann das Bildungsministerium auf die Idee, dass man doch mit verschobenen Schulferien das Limeñer Verkehrsaufkommen in der Zeit des Gipfels ein wenig reduzieren könnte.

In Peru ist es nicht ganz so üblich, in den Ferien zu verreisen, wie in Deutschland. Aber trotzdem fand die Entscheidung des Ministerio de Educación nur wenig Beifall…

Mich persönlich belastete die Aktion nicht besonders, ich hatte noch keine Ferienpläne geschmiedet. Ich fand die Sache sogar irgendwie toll… Vielleicht könnte ich ja…? Einen Versuch war es wert. Ich setzte mich an meinen Rechner und fragte bei der deutschen Botschaft in Peru, an, ob es nicht vielleicht eine Möglichkeit gäbe, mir eine Presseakkreditierung zu besorgen, damit ich vielleicht bei den Pressekonferenzen dabeisein könnte? Oder wäre es vielleicht möglich, ausnahmsweise mal ein einwöchiges Praktikum in der deutschen Botschaft zu absolvieren?

Die Tage vergingen und irgendwie waren die Trantüten in der Botschaft nicht dazu in der Lage, mir und meinem Ansinnen eine höfliche Absage zu erteilen, irgendwie schwach…

Aber ich hatte schon einen neuen Plan… Gaaanz zufällig kenne ich den Kaffeelieferanten des Gipfels (er wohnt hier nebenan) also fragte ich ihn, ob er nicht vielleicht einen Assistenten beim Kaffeeausschenken gebrauchen könnte. Er war einverstanden und meldete mich bei den Gipfelorganisatoren an.

Merkel einen Kaffee auszuschenken… Das wäre vielleicht was gewesen… Aber die Sicherheit der Gipfelteilnehmer ließ ein weiteres Träumen nicht zu. Gnadenlos wurden alle nicht unbedingt nötigen Arbeitnehmer aus den Listen gestrichen und dem fiel auch ich zum Opfer…

Die einzige Gipfelluft, die ich schnuppern durfte war also gesiebt durch die Metallabsperrzäune, die mehr als eine Woche den Gipfel in einem Radius von einem halben Kilometer absperrten. Ich kam nicht mal so nah ran, dass ich die Scharfschützen auf den Dächern gesehen hätte. Der ganze Verkehr in der näheren Umgebung kam zum Erliegen, einzig Polizeifans kamen auf ihre Kosten, sie durften sich an Massen von Verkehrs- und Nationalpolizisten sowie Beamten der Sicherheitsdienste der einzelnen Viertel erfreuen.

Allen, die vorhaben, einen internationalen Gipfel zu organisieren, möchte ich hiermit zurufen:

  1. Ich will auch dabei sein
  2. Verdammt, macht den Scheiß nicht mitten in der Stadt, sondern irgendwo auf dem Land, wo’s niemanden stört.

Ein Trost bleibt mir: So hab’ ich auf jeden Fall keine Woche in einem potthässlichen Gebäude zugebracht… Ich hatte in meinem ersten Halbjahr bestimmt 50 Orchesterproben in den Katakomben des Museums und ich kann nur sagen: Das Teil hat höchstens den Charme eines Atombunkers…

Selbst beim tollsten Licht ist das Ding einfach nur “wäh”

Innen drin ist’s aber noch viel schlimmer…

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